Sonntag, 14. Oktober 2018

2018 - Amberg

Amberg in der Oberpfalz gehört zu den besterhaltenen mittelalterlichen Stadtanlagen Deutschlands. Und bietet nicht nur Bierfreunden lohnende Ziele!


Mit dem Wetter hatten wir (wie mit allem anderen auch!) ein Riesenglück. Keine einzige Wolke war am Himmel zu sehen. Wenn (B)engel reisen...

Mit unserer Unterkunft im Hotel Brunner waren wir überaus und in allen Belangen mehr als zufrieden. Die für uns Bahnfahrer günstige Lage in Bahnhofsnähe, der kurze Fußweg in die Altstadt, die sehr liebevolle Ausgestaltung, der aufmerksame Service, das leckere Frühstück und vieles mehr verdienen jede Menge Sterne und eine klare Empfehlung!

Aktuell gibt es 6 aktive Brauereien in Amberg. Alle konnten wir leider in den drei Tagen nicht ausprobieren. Unser erstes Glas tranken wir im Innenhof beim Schloderer.


Gewaltigen Hunger hatten wir nach der langen Fahrt (Verspätung, Anschluss verpasst...) natürlich auch. Und so kam es uns gelegen, dass es dort auch einen Aktionstag gab: Leiterle (Spareribs) satt!


Mit einem Konfektions-X mehr und zu faul zum Kauen haben wir uns ungeteilt dem leckeren Bier zugewandt. Nicht in Maßen, durchweg maßlos! Im Unterschied zu den Stammgästen. Später getrauten wir uns sogar ein Stamperl Bier zu bestellen, also klägliche 0,3 Liter. Der Kellner schaute nur mitleidig...


Die Chefin hat uns die blitzblank polierte Hausbrauanlage gezeigt, in welcher der mundige Gerstensaft bereitet wird. Den sehr gelungenen Einstand beendeten wir mit einem Spaziergang durch das nächtliche Amberg. Mit einigen Zwischenstopps (Colomba, Blaues Haus), dank kundiger Führung...

Die für Freitag geplante Plättenfahrt auf der Vils fiel leider mangels ausreichender Anmeldungen aus. Und eine Bierwanderung haben wir auf Grund widersprüchlicher Informationen ebenfalls verpasst. Also zogen wir auf eigene Faust los und erkundeten das "Ei", die Amberger Altstadt.


Schönes Wetter, interessantes Stadtbild und freundliche Menschen. Die im 11. Jh. errichtete und unter der Leitung von Wolfgang Dientzenhofer später barockisierte Pfarrkirche St. Georg haben wir etwas länger besucht und die üppige barocke Ausstattung auf uns wirken lassen.

Erntedank

Die schmuckvolle Kanzel

Wir entdeckten bei unserem Stadtrundgang einen interessanten Hinweis:



Der Weg führte uns über die Vils und mit Hilfe einer freundlichen Dame im Stadtmuseum, dessen Besuch wir auf den Nachmittag verschoben, fanden wir die zweite Brauereigaststätte, den Bruckmüller.


Im Oktober im Biergarten sitzen, wer hätte das gedacht?




Gut gesättigt ging es auf ins Stadtmuseum. Wir haben nicht alle Abteilungen geschafft, da es sehr viel zu sehen gab. Zunächst galt es zu klären, wie sich Ambergs wechselvolle Geschichte entwickelte.


Der Tagesplan des calvinistisch erzogenen Prinzen Friedrich V. könnte Ganztagsschulen inspirieren?


Leider war diese historische Schankwirtschaft nicht bewirtschaftet...


Dass nicht nur Eckhard Henscheid, sondern auch der sehr geschätzte Maler und Grafiker M. M. Prechtl, dem hier im Museum posthum eine sehr umfangreiche Abteilung gewidmet wurde, gebürtiger Amberger ist war eine willkommene Überraschung! Zudem die Werke wirklich sehr ansprechend und konzeptuell durchdacht präsentiert werden. Die Ausleuchtung könnte vielleicht noch etwas optimiert werden...?



Entwurf für das umstrittene Plakat für das Münchner Oktoberfest


Zeit für Entspannung! Dazu bot der Marktplatz ausreichend Gelegenheit, auch wenn die Livemusik nicht immer unsere ungeteilte Zustimmung bekam. Rund um den Brunnen war jedenfalls fröhliches Treiben, und wir hatten einen Sitzplatz (hinter einem Schall dämmenden Würstl-Grill!)

Amberger Hochzeitsbrunnen

Rechts im Hintergrund eine inzwischen bekannte Bar mit einer Bekannten ;-)


Als dann endlich unser Taxi kam zogen wir weiter ins Schloderer und schließlich relativ früh in die Allgäuer Stube im Hotel Brunner. Die sehr zuvorkommende sächsische Bedienung konnte sogar Frankenwein auftischen! Und Aperol Spritz. Bier auch, wer schon konnte oder noch wollte... Hat also gepasst.

Am Abfahrtstag blieb nicht mehr viel Zeit für Unternehmungen. So beschränkten sich 3 der Herren darauf im Schloderer ein Weißwurstfrühstück einzunehmen, während Gebhard noch Kondition für eine ausgiebige und wohl auch interessante Stadtführung hatte.

Die Rückfahrt war erfreulicherweise ohne Unterbrechung und Verspätung ein entspanntes Vergnügen, da entgegen einer voreiligen Aussage, es gäbe kaum mehr Wein im Ausschank, sich doch noch eine runde Riesling fand ;-)



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